Für den ersten Hund sollen 450 Euro gezahlt werden – Ähnliche Satzung in Stadland

Von Ulrich Schüter

Aus Sicht der Verwaltung ist eine Erhöhung der Hundesteuer nicht zwingend erforderlich. Das sieht Edgar Di Benedetto anders.

Bleistiftzeichnung: Am Staff

                © Birgit Lemke

Elsfleth – Für reichlich Zündstoff wird ein Antrag von Edgar Di Benedetto (Die Linke) bei der Sitzung des Finanzausschusses am heutigen Donnerstag sorgen. Denn der Ratsherr schlägt vor, die Hundesteuersatzung zu ändern und Halter von Kampfhunden massiv zur Kasse zu bitten.

Es müsse darüber nachgedacht werden, wie die Besteuerung von Hunden, die unter den Begriff Kampfhunde fallen, oder durch ihre Kreuzungen Kampfhunden zuzuordnen sind, zu besteuern sind, schreibt er in seinem Antrag. Auch verwahrt sich der Ratsherr gegen eine seiner Meinung nach Klientelbegünstigung: „Wer einen Jagdgebrauchshund hält, der eine Jagdeignungsprüfung hat, sollte schon in der Lage sein, dafür auch Steuern zu entrichten“, merkt er an.

Steuer über 60 Euro

Die Steuer soll nach Auskunft von Edgar Di Benedetto nach der Anzahl der gehaltenen Hunde bemessen werden. Für den ersten Hund seien jährlich 60 Euro, für den zweiten 100 Euro und für jeden weiteren Hund 124 Euro zu zahlen. Bei den Kampfhunden sollen laut Edgar Di Benedetto höhere Steuern fällig werden: für den ersten Hund 450 Euro, für den zweiten 600 Euro und für jeden weiteren Hund 1000 Euro.

Als Kampfhunde gelten Pit-Bull, Bandog, American-Staffordshire-Terrierer, Staffordshire-Bullterrier sowie Tosa-Inu. Bei den folgenden Rassen müssten die Eigentümer eine Bescheinigung für die Unbe-denklichkeit des Hundes erbringen, sonst würde auch die verschärfte Hundesteuer gelten. Dazu zählt Edgar Di Benedetto unter anderem die Rassen Alano, American-Bulldog, Mastiff, Mastino Napoletano und auch Rottweiler. Dieses gelte auch für Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen erfassten Kampfhunden.

Nur in zwei Gemeinden

Der Verwaltungsausschuss wird bei der Sitzung empfehlen, keine neue Hundesteuersatzung zu erlassen. Die Halter von gefährlichen Hunden werden nur in zwei Gemeinden in der Wesermarsch zur Kasse gebeten. In Berne sind 300 Euro fällig und für jeden weiteren Hund 400 Euro. In Stadland sind für den ersten gefährlichen Hund 600 Euro, für den zweiten 750 Euro und für den dritten Hund 900 Euro zu zahlen.

Quelle: NWZ, 11.10.2012