Urteile – Zivilrecht-Haftung

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Uns Menschen ist es zwar gelungen, dass Raubtier in uns auszuschalten – nicht jedoch den Esel. (Winston Spencer Churchill)

Mischlinge TIM & SHEILA

© Birgit Lemke

In diesem Kapitel finden Sie interessante Urteile, die sich in erster Linie mit der Hundehalterhaftung befassen.

Es wünscht Ihnen einen interessante Unterhaltung,

Ihr Team von in-sachen-hund.de

 
 
 
 


 

Urteile - Zivilrecht-Haftung|

Hund Pauli wird beim Tanken angefahren – Wer zahlt die Behandlungslosten und wie hoch dürfen diese sein?

Durch das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht vom 20.8.90 ergibt sich laut Gericht u.a., dass Behandlungskosten bei einem Tier auch dann ersatzfähig sein können, wenn diese den materiellen Wert des Tieres erheblich übersteigen. Das Gesetz berücksichtigt nunmehr auch den ideellen Wert. Folglich können Tiere nicht uneingeschränkt wie Sachen behandelt werden, deren Wert ausschließlich materieller Art ist.

Wer einen nicht ordnungsgemäß angeleinten Hund an einer Tankstelle anfährt und verletzt, hat grundsätzlich die Behandlungskosten unabhängig vom Wert des Hundes zu erstatten. Der Hundehalter muss sich bei unsachgemäßem Anleinen des Hundes ein Mitverschulden zurechnen lassen. (mehr …)

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Wie viel ist ein Hund wert?

Hund Ronja muss vor Oldenburger Gericht

Ronja stammt aus dem Tierheim und soll nur 100 Euro wert sein. Die Tierarztrechnung beträgt aber mehr als 4000 Euro.

Mischling TIM

             © Birgit Lemke

Es ist zum Jaulen: Beim Gassigehen wurde Ronja von einem Wolfshund angegriffen. Wer zahlt, ist noch offen. Allerdings nimmt der Streit um die Behandlungskosten absurde Formen an.

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Jagdinstinkt kann teuer werden

Tierhalterin muss 10 000 Euro für Rettung aus Dachsbau zahlen – Vergleich mit Feuerwehr

dpa

Yorkshire Terrier

          © Birgit Lemke

Berlin „Der Jagdinstinkt überlagert alles“, da ist sich die Berliner Tierärztin Almut Böttcher sicher. Ihren Terrier Skipper führten die Instinkte tief in einen Dachsbau im Tegeler Forst. Doch die Leine verhakte sich und hielt den Hund gefangen. Es folgte ein kolossaler Einsatz: Denn zu Hilfe für Skipper kamen schließlich 23 Feuerwehrleute. Nachts gruben sie auf 50 Quadratmetern an einem bis zu dreieinhalb Meter tiefen Loch. Fast acht Stunden dauerte die Rettung. „Ich bin superglücklich und super dankbar, dass Skipper gerettet wurde“, sagt das Frauchen.

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Wer Bello anfährt, bezahlt auch die Tierarztrechnung

Hundehalterin Ute M. band vor einer Tankstelle ihren Hund an, um dort einen Einkauf zu tätigen. Während sie bezahlte, riss sich ihr Hund los, wurde angefahren und musste für 2200 € operiert werden. Die Kosten wollte der Unfallfahrer ihr nicht erstatten. Denn der Hund war nur 175 € Wert und Tiere würden schließlich als Sache gelten.

Falsch! Denn das Tierschutzgesetz berücksichtigt die lebende Natur. Zudem haben Haustiere ideellen Wert, so die Richter. Weil Bello durch die OP gesund wird, stehen Ute M. 1650 € zu. Es wurde jedoch auch erkannt, dass die Hundehalterin eine Mitschuld trägt, weil sie ihren Hund nicht sicher genug angebunden hat. Diese Mitschuld wurde mit 25 % beziffert. AG München, Az.: 344 C 1200/13

 

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OLG Celle: Reichweite der Tierhalterhaftung nach § 833 BGB

 16. Juli 2012

von Tom Stiebert

Blestiftzeichnung: Am Staff

            © Birgit Lemke

Das OLG Celle hat in einem Urteil vom 11.06.2012 (20 U 38/11) bestimmt, wie weit die Haftung des Tierhalters nach § 833 BGB reicht und ob diese dann ausgeschlossen ist, wenn sich das Tier in der Obhut eines Dritten befindet.

Das Oberlandesgericht ist der Auffassung, dass allein der Umstand, dass man sein Tier zum Zweck der Behandlung o.ä. in die Obhut einer anderen Person gibt, nicht dazu führen kann, dass die Haftung des Halters ausgeschlossen ist. Denn die Haftung des Tierhalters bestehe unabhängig von der Möglichkeit seiner Einflussnahme. Der Halter eines Tieres hafte für Schäden, die durch typisches Tierverhalten wie etwa das Beißen eines Hundes oder Austreten eines Pferdes verursacht werden.  (Artikel als PDF-Dokument >>) – (Pressemitteilung als PDF-Dokument >>)

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Schwer gestürzt, weil mich ein Hund anbellte

Hat Halter Schuld, auch wenn er das Tier anleinte?

Hundehalter haften laut Gesetz wenn ihr Hund ein Schaden anrichtet. Das gilt auch dann, wenn dem Halter kein Verschulden nachgewiesen wird, denn die Haftung gilt auch ohne ein Verschulden. Verletzt sich ein Dritter, weil er von einem angeleinten Hund… (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Und wieder ein Urteil aus Absurdistan?

Hundehalter aufgepasst – Herrchen haftet immer

Bleistiftzeichnung: Dobermannwelpe

               © Birgit Lemke

Der Halter eines Tieres haftet für Schäden, die durch typisches Tierverhalten wie etwa das Beißen eines Hundes oder Austreten eines Pferdes verursacht werden. Dies gilt nach einem Urteil des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle selbst dann, wenn das Tier die Schäden verursacht, während es sich in der Obhut einer anderen Person – etwa eines Tierarztes – befindet und der Halter damit keinerlei Möglichkeit hat, steuernd auf sein Tier einzuwirken (OLG Celle, Urteil vom 11. Juni 2012 – 20 U 38/11). Das Urteil zeigt einmal mehr, wie wichtig für Tierhalter der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung ist. (PDF-Dokument >>)

 

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Beide Halter sind Schuld

Eine Frau leint ihre beiden Hunde an, geht mit ihnen spazieren. Plötzlich kommt ein frei laufender Rüde – die Hunde verbeißen sich. Die Frau hält die Leinen fest, durch das Gezerre fällt sie, verletzt sich. Sie will Schmerzensgeld. Das kriegt sie, so die Richter. Aber: Sie bekommt eine Mitschuld. Letztlich sei sie gefallen, weil ihre Hunde an der Leine gezogen haben. (LG Coburg, Az. 12 O 741/06)

 

 

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Halter haften gemeinsam für spielende Hunde

 21.06.2007

Bleistiftzeichnung: Spielende Welpen

               © Birgit Lemke

Frankfurt/Main (aho) – Verletzen gemeinsam spielende Hunde einen Menschen, so haften alle Hundehalter gemeinsam. Das hat das Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt kürzlich in einem Zivilprozess entschieden (OLG Frankfurt a.M. 12.01.2007 – 19 U 217/06). (mehr …)

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Es hat sich die von beiden Hunden ausgehende Tiergefahr realisiert

Pressemitteilung des LG Bückeburg vom 05.01.2007

Bleistiftzeichnung: Dalmatiner

                          © Birgit Lemke

Das Landgericht Bückeburg hat am 14. Dezember 2006 einer Hundehalterin nur einen um 50 % gekürzten Schadensersatzanspruch zuerkannt. Die Klägerin war zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem kniehohen Mischlingshund Kasper, welcher ihrer Tochter gehörte, in Bückeburg spazieren gegangen. Ihr war die Beklagte mit ihrem Golden Retriever-Rüden entgegengekommen. Beide Hunde waren an der Leine geführt worden. Die Tiere rauften sich, wobei die Klägerin unglücklich stürzte und sich schwer verletzte. (mehr …)

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