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AG Bremen: Urteil zu Hund und Katze in der Mietwohnung

Brauni & Kuddel

                          © Birgit Lemke

Das Amtsgericht Bremen (Az.: 7 C 240/05) hat entschieden, dass Hund und Katz unter Umständen auch dann in einer Mietwohnung gehalten werden können, wenn die Genehmigung des Vermieters nicht vorliegt. Wie cecu.de berichtet, hat das Amtsgericht das für den Fall entschieden, dass der Mietvertrag keine Tierhaltungsklausel enthalte oder diese aber unwirksam sei. (mehr …)

Jogger gegen Hund – Mitschuld des Geschädigten

 25.06.2004

Ein Jogger stürzte über einen unangeleint herumlaufenden Hund und zog sich dabei Knochenbrüche zu. Er forderte Schadensersatz von der Tierhalterhaftpflichtversicherung des Hundebesitzers. Oberlandesgericht Koblenz: Der Jogger hätte den Hund schon von weitem gesehen, war aber trotzdem mit unverminderter Geschwindigkeit weitergelaufen. Er hätte sich auf das unberechenbare Verhalten des Hundes einstellen müssen. Deshalb trifft ihn eine Mitschuld. Die Versicherung muss nur 70 Prozent des verlangten Verdienstausfalls und Schmerzengeldes zahlen (Az.: 5 U 27/03).

Quelle: TV DIREKT 12/2004

 

Niedersachsen: OVG-Lüneburg kippt Steuer für „Kampfhunde“

 13.07.2005

In 2. Instanz hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht dem von einer Rechtsanwältin aus Hannover anwaltlich vertretenen Halter einer Bodeaux-Dogge Recht gegeben und die erhöhte Besteuerung seines Hundes für unwirksam erklärt.

Bleistiftzeichnung: Mischling TIM

            © Birgit Lemke

Das Gericht führt in seinem Urteil vom 13.07.2005 u.a. aus, dass das erstinstanzliche Verwaltungsgericht nicht berücksichtige, dass sich auf dem Sektor der „Kampfhunde-Bekämpfung“ inzwischen einiges getan habe. „Das bezieht sich zum einen auf die Terminologie, wonach der Begriff „Kampfhund“ nicht mehr verwendet wird, zum anderen auf die Frage der Einschätzung von Hunderassen im Hinblick auf ihre (abstrakte) Gefährlichkeit. (mehr …)

Äußerst bedenkliches Urteil des LG Fürth: Dackel frei laufen lassen – 1.800 EUR Strafe

Ein Tier aus dem Heim sei nun mal in der Regel schlechter ausgebildet und lenkbar und darf eben nicht ohne Leine frei herumlaufen. Liegt es im Charakter eines Hundes, immer wieder mal auszubüchsen, darf er nur an der Leine geführt werden. Auch bei einem Landspaziergang außerhalb von Ortschaften, wo jederzeit mit Wanderern und Joggern gerechnet werden muss. Das hat jetzt das Landgericht Nürnberg-Fürth (Az. 2 Ns 209 Js 21912 /2005) entschieden… (PDF-Dokument >>)

 

Hundehalter müssen bei einem Unfall mit ihrem Vierbeiner nicht für den gesamten Schaden aufkommen

 02.01.2004

Koblenz – Hundehalter müssen bei einem Unfall mit ihrem Vierbeiner nicht für den gesamten Schaden aufkommen, wenn der Geschädigte sich leichtsinnig verhalten hat, so ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz. In dem Fall war ein Jogger über einen Dackel gestürzt und hatte sich dabei die linke Hand gebrochen. Nach Ansicht der Richter hätte sich der Sportler darauf einstellen müssen, dass der nicht angeleinte Hund unberechenbar reagiert und seine Laufstrecke kreuzen könnte (Az.: 5 U 27/03).

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 02.01.2004

 

Pitbull in der Mietwohnung – eine Gefahr?

2. Zivilkammer des Landgerichts entschied gestern im Streit zwischen Gladbau und einer Mieterfamilie.

(RP). Darf ein Mieter in seiner Wohnung einen Pitbull halten – auch wenn der Vermieter dies ablehnt? Diese Frage beschäftigte, ausgehend vom konkreten Fall, in den vergangenen Wochen die Gerichte Mönchengladbachs: zunächst das Amts-, dann das Landgericht. Gestern verkündete nun die 2. Zivilkammer des Landgerichts Mönchengladbach: Der Hund darf bleiben. (mehr …)