Jetzt muss auch die Mieze an die Leine

Seit Jahren toben sich welt- und naturfremde Bürokraten in unserem Lande zum Thema Hund aus. Ihr blankes Unwissen überLeinenzwang für Katzen natürliche Verhaltensweisen der Tiere bildet das Fundament für absurde Verordnungen, Gesetze und Gerichtsurteile, die die artgerechte Hundehaltung zunehmen erschweren und die Freude an der Mensch-Hund-Beziehung deutlich schmälern. Nun geht es auch den Katzen förmlich an den Kragen. Ein Leinenzwang soll zukünftig dafür sorgen, dass sich naturentfremdete Menschen nicht mehr durch den Stubentiger des Nachbarn belästigt fühlen. Jetzt muss auch die Mieze an die Leine weiterlesen

Ein genereller Leinenzwang im gesamten Gemeindegebiet ist unverhältnismäßig!

ParagraphenDer generelle Leinenzwang für Hunde im südthüringischen Meiningen geht zu weit. Das Amtsgericht entschied, dass eine Stadt ihren Tieren ausreichend Platz bieten muss, auf dem die Herrchen sie auch mal ohne Leine laufen lassen können. Ebenso sahen es auch weitere Gerichte. Ein genereller Leinenzwang im gesamten Gemeindegebiet ist unverhältnismäßig! weiterlesen

Hund Pauli wird beim Tanken angefahren – Wer zahlt die Behandlungslosten und wie hoch dürfen diese sein?

Durch das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht vom 20.8.90 ergibt sich laut Gericht u.a., dass Behandlungskosten bei einem Tier auch dann ersatzfähig sein können, wenn diese den materiellen Wert des Tieres erheblich übersteigen. Das Gesetz berücksichtigt nunmehr auch den ideellen Wert. Folglich können Tiere nicht uneingeschränkt wie Sachen behandelt werden, deren Wert ausschließlich materieller Art ist.

Wer einen nicht ordnungsgemäß angeleinten Hund an einer Tankstelle anfährt und verletzt, hat grundsätzlich die Behandlungskosten unabhängig vom Wert des Hundes zu erstatten. Der Hundehalter muss sich bei unsachgemäßem Anleinen des Hundes ein Mitverschulden zurechnen lassen. Hund Pauli wird beim Tanken angefahren – Wer zahlt die Behandlungslosten und wie hoch dürfen diese sein? weiterlesen

Umstrittenes niedersächsisches Hunderegister – Teilerfolg für klagende Hundebesitzer

Streit um die Rechtmäßigkeit der Erhebung von Gebühren für die Eintragung in das Hunderegister

10. Kammer verhandelt am 17.11.2014 die Klagen zweier Hundehalter aus Hemmingen und Burgdorf, die sich gegen die Festsetzung von Gebühren für die Eintragung ihrer Hunde in das niedersächsische Hunderegister wenden.Richterhammer

Das Hunderegister wird im Auftrag des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums durch die Beklagte, ein in der Form einer GmbH organisiertes privatwirtschaftliches Unternehmen betrieben, das für die Anmeldung eines Hundes ein Internetportal und weitere Meldewege bereitstellt. Für die Meldung im Internet erhebt die Beklagte Gebühren in Höhe von 17,26 Euro erhoben, für die Anmeldung auf sonstigem Wege 27,97 Euro. In den festgesetzten Gebühren ist jeweils Umsatzsteuer im Umfang von 19 v. H. auf die entsprechenden Gebührentatbestände enthalten, die in der maßgeblichen Gebührenordnung auf 14,50 Euro bzw. 23,50 Euro festgesetzt sind. Umstrittenes niedersächsisches Hunderegister – Teilerfolg für klagende Hundebesitzer weiterlesen

Wie viel ist ein Hund wert?

Hund Ronja muss vor Oldenburger Gericht

Ronja stammt aus dem Tierheim und soll nur 100 Euro wert sein. Die Tierarztrechnung beträgt aber mehr als 4000 Euro.

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Mischling TIM
             © Birgit Lemke

Es ist zum Jaulen: Beim Gassigehen wurde Ronja von einem Wolfshund angegriffen. Wer zahlt, ist noch offen. Allerdings nimmt der Streit um die Behandlungskosten absurde Formen an.

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Jagdinstinkt kann teuer werden

Tierhalterin muss 10 000 Euro für Rettung aus Dachsbau zahlen – Vergleich mit Feuerwehr

dpa

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Yorkshire Terrier
          © Birgit Lemke

Berlin „Der Jagdinstinkt überlagert alles“, da ist sich die Berliner Tierärztin Almut Böttcher sicher. Ihren Terrier Skipper führten die Instinkte tief in einen Dachsbau im Tegeler Forst. Doch die Leine verhakte sich und hielt den Hund gefangen. Es folgte ein kolossaler Einsatz: Denn zu Hilfe für Skipper kamen schließlich 23 Feuerwehrleute. Nachts gruben sie auf 50 Quadratmetern an einem bis zu dreieinhalb Meter tiefen Loch. Fast acht Stunden dauerte die Rettung. „Ich bin superglücklich und super dankbar, dass Skipper gerettet wurde“, sagt das Frauchen.

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Charly hinterließ Kratzer im Parkett. Wer zahlt?

Kurz nach dem Auszug begann der Ärger: Der ehemalige Vermieter von Susanne R. (45) forderte Schadensersatz. Der Grund: Ihr Golden Retriever Charly hatte im Laufe der Jahre einige Kratzer auf dem Parkett hinterlassen. Charly hinterließ Kratzer im Parkett. Wer zahlt? weiterlesen

Genereller Ausschluss bzw. generelles Verbot der Haltung von Hunden und Katzen als Allgemeine Geschäftsbedingung im Mietvertrag unwirksam

Haltung von zwei Labrador-Retrievern in 50 qm Wohnung zulässig / Vermieter zur Zustimmung der Hundehaltung verpflichtet

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Labrador CHICO
                © Birgit Lemke

Will ein Mieter in seiner 50 qm großen Wohnung zwei Labrador-Retriever halten, so ist dies zulässig. Der Vermieter ist zur Zustimmung der Hundehaltung verpflichtet. Ein generelles im Mietvertrag geregeltes Hunde- und Katzen­haltungs­verbot steht dem nicht entgegen. Dies hat das Amtsgericht Reinbek entschieden. Genereller Ausschluss bzw. generelles Verbot der Haltung von Hunden und Katzen als Allgemeine Geschäftsbedingung im Mietvertrag unwirksam weiterlesen

Wer Bello anfährt, bezahlt auch die Tierarztrechnung

Hundehalterin Ute M. band vor einer Tankstelle ihren Hund an, um dort einen Einkauf zu tätigen. Während sie bezahlte, riss sich ihr Hund los, wurde angefahren und musste für 2200 € operiert werden. Die Kosten wollte der Unfallfahrer ihr nicht erstatten. Denn der Hund war nur 175 € Wert und Tiere würden schließlich als Sache gelten.

Falsch! Denn das Tierschutzgesetz berücksichtigt die lebende Natur. Zudem haben Haustiere ideellen Wert, so die Richter. Weil Bello durch die OP gesund wird, stehen Ute M. 1650 € zu. Es wurde jedoch auch erkannt, dass die Hundehalterin eine Mitschuld trägt, weil sie ihren Hund nicht sicher genug angebunden hat. Diese Mitschuld wurde mit 25 % beziffert. AG München, Az.: 344 C 1200/13

 

OLG Celle: Reichweite der Tierhalterhaftung nach § 833 BGB

 16. Juli 2012

von Tom Stiebert

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Blestiftzeichnung: Am Staff
            © Birgit Lemke

Das OLG Celle hat in einem Urteil vom 11.06.2012 (20 U 38/11) bestimmt, wie weit die Haftung des Tierhalters nach § 833 BGB reicht und ob diese dann ausgeschlossen ist, wenn sich das Tier in der Obhut eines Dritten befindet.

Das Oberlandesgericht ist der Auffassung, dass allein der Umstand, dass man sein Tier zum Zweck der Behandlung o.ä. in die Obhut einer anderen Person gibt, nicht dazu führen kann, dass die Haftung des Halters ausgeschlossen ist. Denn die Haftung des Tierhalters bestehe unabhängig von der Möglichkeit seiner Einflussnahme. Der Halter eines Tieres hafte für Schäden, die durch typisches Tierverhalten wie etwa das Beißen eines Hundes oder Austreten eines Pferdes verursacht werden.  (Artikel als PDF-Dokument >>) – (Pressemitteilung als PDF-Dokument >>)

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