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Analyse von Beißzwischenfällen in Berlin anhand ihrer Widerspiegelung in der Presse

Aus dem Institut für Tierschutz, Tierverhalten und Labortierkunde des Fachbereiches Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin. Zur Erlangung des Grades eines Doktors der Veterinärmedizin, vorgelegt von Tanja Große Lefert, Tierärztin aus Frankfurt a. M.

Berlin 2003

Häufig wiederholen sich Fotos von extrem angsteinflößenden Hunden, deren stark übertrieben dargestellte Gefährlichkeit häufig nicht zu dem dazugehörigen Artikel passt. In einigen Fällen stehen sogar die Fotos wie auch das Synonym „Kampfhund“ in keinem Zusammenhang mit dem sich anschließenden Beitrag. (Die Studie als PDF-Dokument >>)

 

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Er rettet Mädchen vor Killerhund – Oder: Wie man seine Leser für BLÖD verkauft!

„Als er blutüberströmt in die Klink kam, wussten die Ärzte erst nicht, wo sie anfangen sollten zu nähen. Acht schwere Bisswunden zählten sie in den Armen von Ulf Frank (43). Es sind Arme, wie Berlin sie braucht …“

Wenn auch den Hundehalter aufgrund mangelnder Sorgfaltspflicht eine erhebliche Mitschuld am Tod seines Tieres trifft, so würde dieser Hund, wie auch tausende andere seiner Art, heute noch friedlich leben dürfen, gäbe es die skrupellose Sensationsgier der BILD-Macher und ihre Kampagne gegen das vermeintliche Monster „Kampfhund“ nicht. (Artikel als PDF-Dkument >>)

 

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Eine gefährliche Mischung

Panikmache durch die Medien, Hysterie in der Bevölkerung und Unfähigkeit in der Politik – Deutschland macht sich fit für das 21. Jahrhundert

Bleistiftzeichnung: American Safordshire Terrier Kuddel

© Birgit Lemke/in-sachen-hund.de

Von Falk Schöning

…Dass denjenigen, die dem gutgemeinten Rat dieses Urgermanen gefolgt sind, ihr Verbleib bei der Vierbeinigkeit mittlerweile dank der deutschen Kollektivpanik nicht besonders viel genützt hat, zeigt sich eindrucksvoll anhand der Kampfhund- und Rinderseuchendebatte der letzten Monate. Hier trifft eine ausgeprägte Angst vor allem Neuen auf schlecht recherchierende und verantwortungslose Medien – eine Mischung, die ebenso gefährlich ist wie die aus Mittelmaß und Selbstzufriedenheit, die BDI-Chef a.D. Hans-Olaf Henkel bei Bundeskanzler Schröder diagnostizierte. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

 

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Wie die SPIEGEL-Affäre die Republik veränderte

In früheren Zeiten wäre der normale Zyklus der Menschen gewesen, dass sie darüber (Anm.: Die Wulf-Affäre) morgens in ihrer Zeitung gelesen hätten und tagsüber darüber nichts gehört hätten. Heute, durch die allseitige Verfügbarkeit von Nachrichten, die den Menschen ja auch den ganzen Tag über begleiten… (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Beißender Bullterrier war tatsächlich der eigene Dobermann

Um die Beißattacke des eigenen Hundes gegen die Halterin zu retuschieren musste ein angeblich streunender Bullterrier für den Vorfall herhalten.

Beitiftzeichnung: Dobermann

                     © Birgit Lemke

Wieder einmal ein anschauliches Beispiel dafür, weshalb der Mythos „Kampfhund“ nicht ausstirbt und wofür die Vertreter der stigmatisierten Hunderassen als Sündenböcke herhalten müssen. Aber auch dafür, welchen Glauben man den „präzisen“ Angaben unserer Ordnungshüter oder anderen Augenzeugen schenken darf, wenn es um die Identifizierung der Rasse an Vorfällen beteiligter Hunde geht. … (Artikel als PDF-Dokument >>)

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Immer Ärger mit Bestien

Von Martin Paetsch

Eine Randbetrachtung über Kampfgeist und Killermaschinen. Es steht also schlecht um die deutschen Tugenden. Aber noch ist nichts verloren. Die „Bild“-Zeitung hat sie noch, die guten alten Qualitäten. Ordnung auf den Schreibtischen. Disziplinierte Redakteure. Und Kampfgeist. Wenn sich etwa der wütende Welfenprinz mal wieder danebenbenimmt,

 (…)

Womit wir beim Thema wären: Die Kampfhunde müssen natürlich auch weg. Man werde keine Ruhe geben, bis die letzte Bestie von unseren Straßen verschwunden ist, kläffte neulich noch Chefredakteur Udo Röbel. Weg mit den Killermaschinen, jaulten als Antwort die Deutschen im Chor. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Menschen lassen sich stark von Gerüchten leiten

Plön/AFP – Klatsch und Tratsch beeinflussen Menschen stärker als die Wahrheit. Selbst wenn Gerüchte durch Beweise widerlegt seien, hätten sie den stärkeren Einfluss auf die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung, ergab eine Studie deutscher Wissenschaftler.

„Menschen werden übermäßig von Klatsch beeinflusst, auch wenn er dem widerspricht, was sie gesehen haben“, berichtet der Biologe Ralf Sommerfeld vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.

Quelle: Nordwest-Zeitung – 17.10.2007

 

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Klage: Polizeibeamte halfen nicht

Anzeige gegen Streifenwagenbesatzung – Kreispolizei gibt Akten an Staatsanwaltschaft weiter

VOERDE Ein Nachspiel hat der Angriff eines Schäferhundes auf zwei elfjährige Mädchen im Bereich Sand-/Schafstege am Mittwoch, 22. Mai, gegen 18 Uhr (die NRZ berichtete). Gegen zwei Polizeibeamte, eine Streifenwagenbesatzung am Einsatzort, wurde Anzeige erstattet wegen unterlassener Hilfeleistung. Die Kreispolizeibehörde in Wesel hat die Ermittlungsakten abgegeben an die Staatsanwaltschaft in Duisburg. …  (Artikel als PDF-Dokument>>)

 

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Medienspektakel um Kampfhunde

Schriftliche Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Diplom-Kommunikationswirtin am Fachbereich 2 der Hochschule der Künste Berlin

Von Petra Dressler

Ein Beispiel für die „Self-fulfilling-prophecy“ ist die Reaktion auf die vermehrte Berichterstattung über Hundebisse in der Berliner Presse. Nach der Hysterie in den 80er Jahren in den USA rollte die Welle Anfang der 90er von Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) nordwärts. Trotz hoher Hundedichte bildete Berlin das Schlußlicht.

Bleistiftzeichnung: Bullterrier-Hündi Joice

© Birgit Lemke

Geht man davon aus, daß Hunde keine Zeitung lesen oder sich zum Beissen verabreden, die meisten Hundebesitzer allerdings aufgrund der zornig gewordenen Volksmeinung und der daraus folgenden Isolationsgefahr vorsichtiger wurden, so ist doch sehr erstaunlich, daß die Anzeigen gegen Hundebesitzer innerhalb eines Jahres um 305 zugenommen haben, nachdem die Menge der Anzeigen über fünf Jahre konstant waren. Die Vermutung liegt nahe, daß viele Fälle angezeigt wurden, die in den Vorjahren ohne die Polizei einzuschalten geregelt worden wären.

Selbst ein Vergleich der Auflagen (Leinen- und/oder Maulkorbzwang, Wegnahme des Hundes), die durch Amtstierärzte verordnet wurden, wäre nicht gerechtfertigt, da auch die Amtstierärzte der öffentlichen Meinung unterliegen, zumal es wiederholt kritische Berichte über namentlich genannte Veterinäre gab, denen verantwortungsloses Handeln vorgeworfen wurde. (Die Studie als PDF-Dokument >>)

 

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Wie viel Macht hat der Journalismus wirklich?

Einen solchen Presse-Kodex gibt es schon in Deutschland. Trotzdem nehmen die vier Medien-Experten den deutschen Journalismus in die Kritik. Die Recherche-Kultur würden nur sehr wenige Leute aufrecht halten, behauptet Haberbusch. Sein dpa-Kollege Koch bemängelt: „Die Politik reagiert mit Gesetzen auf Schlagzeilen, die durch Medien-Hysterie um exklusive Knüller entstanden.“ Er nennt die Kampfhunde-Verordnungen als Beispiel.“ (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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