Leinen- & Maulkorbzwang

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Ein Hund, der seine Freiheit hat, zeigt an einem einzigen Tag mehr von seinen Gedanken, als ein dressierter Hund in einem ganzen Leben. (Elizabeth Marshall Thomas, aus: „Das geheime Leben der Hunde“) 

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen, Beiträge und andere Publikationen aus den Bereichen Wissenschaft, Tierärzteschaft, Tierschutz und Kynologie, in denen uns versierte Experten ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Meinungen zu den Auswirkungen von Leinen- und Maulkorbzwang darlegen.

Es wünscht Ihnen eine interessante Unterhaltung,

Ihr Team von in-sachen-hund.de

 


Leinen- & Maulkorbzwang|

Auswirkung von Leine und Halsband auf das Verhalten des Hundes

Jörg Tschentscher

Hunde verständigen sich untereinander vor dem ersten (Körper-) Kontakt visuell. Hierbei tauschen Sie schon Informationen (optische Einschätzung des Gegenübers) aus. Die Körpersprache signalisiert, wie das Aufeinandertreffen ablaufen soll bzw. muss. Es werden normalerweise schon visuell Rangordnungsfragen (Auswertung der Körpersprache und Mimik zur Klärung der Durchsetzbarkeit der eigenen Ansprüche) geklärt, die Hunde kommunizieren.

Durch das Kurzhalten (Verkürzung der Halter-Hund-Distanz) wird aber die Körpersprache des Hundes schon stark verändert, der Hund kann sich gar nicht mehr äußern, er wird in eine Körperposition gebracht, welche vielfach nur einen Schluss für den entgegen kommenden Hund zulässt. „Ich muss mich rüsten, der andere ist bereit zu kämpfen!“ (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Ethologische Grenzen einer generellen Anleinpflicht

Dipl.-Biologe Frank in der Wieschen Ethologe / Tierverhaltenstherapeut, Extertal

Jeder qualifizierte Ansatz, der sich mit dem Leinenzwang beschäftigt, hat nicht nur von Überlegungen zu menschlichen Umweltbedürfnissen auszugehen, sondern muss ebenso gewissenhaft die biologischen Ansprüche berücksichtigen, die von Hunden an ihre Umgebung gestellt werden. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Ein schwerer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Dr. Dorit Feddersen-Petersen
Ethologin
Fachtierärztin für Verhaltenskunde, Kiel

              © Birgit Lemke

Der Paragraph des bundesdeutschen Tierschutzgesetzes, der sich mit der Haltung, Pflege und Unterbringung von Tieren auseinandersetzt, ist der Paragraph 2, die sogenannte Tierhalternorm. Er besagt, dass derjenige, der ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen muss; er darf die Möglichkeit des Tieres zu artgenmäßer Bewegung nicht so einschränken, dass diesem Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Überlegungen zu den möglichen Auswirkungen von ständigem Leinen- und Maulkorbzwang

A. Univ. Prof. Dr. Irene Stur Veterinärmedizinische Universität, Wien

Die Verpflichtung, einen Hund außerhalb des eigenen Wohnbereiches ausschließlich an der Leine und mit Maulkorb zu führen mag auf den ersten Blick als sinnvolle Maßnahme im Rahmen der Gefahrenabwehr erscheinen. Es gibt aber eine Reihe von Argumenten aus dem Bereich des Tierschutzes aber auch der Gefahrenabwehr, die gegen eine solche Maßnahme im Rahmen der allgemeinen Prävention sprechen. (Stellungnahme als PDF-Dokument >>)

 

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Zur Bedeutung des Auslaufs für Hunde

Dorothea Döring-Schätzl

               © Birgit Lemke

Um die Bevölkerung vor Gefahren durch Hunde zu schützen, wurde in den letzen Jahren in vielen Städten und Gemeinden sowie für bestimmte Hunderassen ein genereller Leinen- oder Maulkorbzwang vorgeschrieben. Andererseits fordern tierschutzrechtliche Bestimmungen eine „verhaltensgerechte“ Unterbringung und „ausreichend Auslauf“. Daher stellt sich die Frage, welche Anforderungen an den Auslauf von Hunden aus Sicht des Tierschutzes und der Ethologie zu stellen sind. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

 

 

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Wie viel Auslauf braucht ein Hund?

Empfehlungen der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes in der geltenden Fassung vom 25. Mai 1998 darf der Halter oder Betreuer eines Tieres dessen Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.

In der Tierschutz- Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 wird in § 2 Abs. 1 gefordert: »Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson) zu gewähren.« (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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Freilauf ohne Grenzen – ein Auslaufmodel?

Karina Mahnke, Tierärztin und Verhaltenstherapeutin

                   © Birgit Lemke

Der Gesetzgeber verspricht gern, dem berechtigten Bewegungsdrang der Hunde dadurch Rechnung zu tragen, dass er sog. Hundeauslaufgebiete schaffen will. Leider bleibt es, wie die jüngste Vergangenheit in Berlin zeigt, einerseits bei der bloßen Abgabe von Absichtserklärungen, anderseits gibt es aber auch keine Kriterien für die Beschaffenheit derartiger Hundbegegnungs- und -auslaufflächen. Die Tierärztin und Verhaltenstherapeutin Karina Mahnke hat sich mit der Gestaltung von Hundeauslaufgebieten beschäftigt und Grundanforderungen aufgelistet… (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

 

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Die Kirche im Dorf und die Hunde in der Stadt lassen!

Prof. Dr. Sylvia Greiffenhagen, Sozialforscherin und Fachbuchautorin, Esslingen

Der amerikanische Verhaltensforscher Allan Beck erkannte schon vor Jahren: „Es gibt Menschen, die Hunde lieben, und es gibt Menschen, die Menschen hassen, weil sie Hunde lieben.“

Zu den Menschen, die Hunde lieben, gehören fast alle Kinder. Bei den Hassern gibt es zwei Gruppen: Diejenigen, die sich durch Hunde belästigt oder bedroht fühlen, und diejenigen, die an sich nichts gegen Tiere haben. Im Gegenteil, sie lieben die Vierbeiner. Aber sie meinen, in der Stadt Hunde zu halten, sei Tierquälerei, und deshalb hassen sie die Tierhalter. (Artikel als PDF-Dokument>>)

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Auch ein Maulkorbzwang ist nicht artgerecht

Prof. Dr. Günter Pschorn, Präsident der Bundestierärztekammer

                        © Birgit Lemke

Die Möglichkeit der pauschalen Anordnung eines Anlein- und Maulkorbzwanges lässt die von Fachleuten auf dem Gebiet der Verhaltenskunde vertretene These völlig außer acht, wonach sich ungefährliche und gutmütige Hunde durch den Zwang, nur angeleint bzw. mit Maulkorb ausgeführt werden zu dürfen, erst zu aggressiven und schwer kontrollierbaren Tieren entwickeln können. Eine umfassende Anleinpflicht ist für große Hunde eine fortwährende Bewegungseinschränkung. Gegebenenfalls, verstärkt durch das ständige Tragen eines Maulkorbs, kann sie nicht mehr als artgerechte Hundehaltung bezeichnet werden.

Quelle: „Leinenzwang, eine Fessel für den Hund“ – Interessengemeinschaft Deutscher Hundehalter e.V.

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Verhaltensstörungen durch das Anleinen

Prof. Dr. Jürgen Unshelm, Lehrstuhl für Tierhygiene und Verhaltenskunde der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Die bisher geltende Verordnung zum Halten von Hunden schreibt eine tägliche mindestens 60minütige Laufmöglichkeit für Hunde vor. Von Anleinen ist dabei nicht die Rede. (Artikel als PDF-Dokument >>)

 

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