Aggression/Gefährlichkeit

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Eine der größten Unverfrorenheiten des Menschen ist, dies oder jenes Tier falsch zu nennen, als ob es ein noch falscheres Wesen gäbe in seinem Verhältnis zu den anderen Wesen als den Menschen. (Christian Morgenstern)

 

Bleisiftzeichnung: Boston Terrier

                       © Birgit Lemke

In dieser Rubrik finden Sie Stellungnahmen, Beiträge und andere Publikationen aus den Bereichen Wissenschaft, Tierärzteschaft und Kynologie, in denen uns die Erkenntnisse, Erfahrungen und Meinungen versierter Experten zum Thema „gefährliche Hunde“ vermittelt werden.

Welche Ansichten ich persönlich zum Thema „gefährliche Hunde“ vertrete und wie ich über rassespezifische Vorbehalte denke, erfahren Sie anhand der Beiträge, die Sie direkt im Anschluss an diese Zeilen finden.

Ihr Team von in-sachen-hund.de

 

 

 

 


 

Aggression/Gefährlichkeit|

Ein Hund darf durchaus aggressiv sein, wenn er in bestimmte Zwangssituationen kommt. Das ist Normalverhalten!

Prof. Dr. Hansjoachim Hackbarth – Leiter des Instituts für Tierschutz und Verhalten an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Interwiev

Es gibt keine so genannten Kampfhunde – weil wir in Aufarbeitung der Historie belegt haben, dass es gar keine Kampfhunde gibt, und weil wir in der wissenschaftlichen Analyse all dieser Wesenstests, die wir hier durchgeführt haben, zeigen konnten, dass es überhaupt keine Rassepräferenzen gibt.

…Das haben auch wir vorher gesagt. Aber etwas zu sagen oder es wissenschaftlich nachzuweisen, ist zweierlei. Das ist jetzt unser Vorteil. Wir haben es nun wissenschaftlich nachgewiesen. Darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Das sind auch keine Meinungen mehr, sondern es ist wissenschaftlich belegt. Wir bringen das ja auch in die Presse, wie man in den letzten Wochen gesehen hat. Und wir nehmen uns die Freiheit, wenn Politiker anders handeln, auch zu sagen, dass sie wider besseres Wissen – nicht wider besseren Glauben – handeln. (PDF-Dokument >>)

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TiHo spricht Kampfhunde frei

Pressebericht

Studie: Mehr als 90 Prozent der Tiere sind nicht gefährlich / „Das Problem sind die Halter“

Während in Hamburg und Berlin gerade wieder Attacken von Hunden für politischen Streit sorgen, geben hannoversche Forscher Entwarnung: Die große Mehrheit der Kampfhunde sei vom Wesen her friedlich, heißt es in einer aktuellen Studie der Tierärztlichen Hochschule. (PDF-Dokument >>)

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Der Bullterrier ist einer der freundlichsten Hunde

Bleistiftzeicnung: Bullterrier-Hündin Joice

           © Birgit Lemke

Hannover/dpa. Die Mehrzahl der so genannten Kampfhunde sind einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover zufolge vom Wesen her friedliche Tiere. Diesen Schluss zieht die TiHo aus insgesamt mehr als 1000 Wesenstests der vergangenen fünf Jahre. 96 bis 98 Prozent der untersuchten American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbullterrier, Dobermann oder Rottweiler verhielten sich durchgängig nicht angriffslustig und genauso ausgeglichen wie die Golden Retriever in einem Vergleichstest. (PDF-Dokument >>)

 

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Die Landestierschutzbeauftragte fordert: Rasseliste aus der Hundeverordnung

Presseinformation

Die Hessische Landestierschutzbeauftragte, Dr. Madeleine Martin, begrüßt diesen Schritt außerordentlich „Die Vernunft hat sich eindeutig durchgesetzt! Wissenschaftliche Erkenntnisse haben bei dieser Entscheidung ihren Niederschlag gefunden: Es gibt einfach keine gesicherten wissenschaftlichen Hinweise, dass bestimmte Rassen, wie z.B. der American Staffordshire oder Bullterrier, durch besondere Aggressivität auffallen.“ ( PDF-Dokument – 114 KB >>)

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Aufstand der Tierärzte

Pressebericht

…Spezielle Verhaltensmerkmale der Vierbeiner seien so gut wie immer antrainiert und nicht das Ergebnis von vererbbaren Charaktereigenschaften. (PDF-Dokument  >>)

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Stellungnahme zu Fragen zum Thema der besonderen Gefährlichkeit von Hunden

Bleistiftzeichnung: Kuddel - Amercan Staffordshire Terrier

© Birgit Lemke/in-sachen-und.de

A. Univ. Prof. Dr. Irene Stur Institut für Tierzucht und Genetik Veterinärmedizinische Universität Wien

…Eine valide wissenschaftliche Studie, in der zweifellos nachgewiesen wurde, dass bei den Rassen Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier die genetische Veranlagung des krankhaft übersteigerten Aggressionsverhaltens grundsätzlich vorhanden ist, existiert meines Wissens nicht. (PDF-Dokument >>)

 

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Gefährliche Hunde – Bundesverband praktischer Tierärzte e.V.

Presseinformation

…Jeder Hund weist wesensbedingt Anlagen auf, die ihn gefährlich werden lassen können, wenn sie missbräuchlich entwickelt werden. Diesen Sachverhalt stellt die Statistik der Unfälle mit Hunden des Deutschen Städtetages unter Beweis. In gleicher Weise belegen Studien von Verhaltensforschern, dass bestimmte Rassen nicht a priori gefährlich sind. (PDF-Dokument >>)

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Aggression und Gefährlichkeit

Colette Pillonel Vétérinaire Comportementalist E.N.V.F. 1892 Lavey

…Die Aggression alleine bedeutet nicht viel: alle Faktoren müssen berücksichtigt werden, und die Aggression muss wieder in den Kontext gestellt werden. Die Beurteilung von Aggressionsverhalten eines Hundes gegenüber Menschen braucht eine Diagnose und eine Prognose, und die Beurteilung der Gefährlichkeit setzt Spezialwissen voraus. 80% der Bissverletzungen entstehen durch dem Opfer bekannte Hunde (Familenhund, Nachbarhund) 4; mehr als 60% der Opfer sind Kinder 9, 4. Die innerhalb der Familie und Freundeskreis entstehenden Unfälle werden aber in der Regel als Kavaliersdelikt betrachtet. Wenn wir das Publikum wirksam gegen Hundebissverletzungen schützen wollen, müssen wir die Augen öffnen für das echte Problem, das heißt für den versteckten Teil des Eisbergs… (PDF-Dokument >>)

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Kampfhunde – Gefährliche Hunde

EICHELBERG, H. Dtsch. Tierärztl. Wschr. 107, 91-93

Seit Jahren wird in der Bundesrepublik eine angeblich zunehmende Gefährdung des Menschen durch Hunde diskutiert, die den sog. Kampfhunden zugeordnet werden. Eine kritische Betrachtung der Auflistung dieser „Kampfhunderassen“ zeigt, dass eine Rassendiskriminierung ungeeignet ist, Unfälle mit Hunden zukünftig zu vermeiden, denn aus zoologischer Sicht kann ein Hund nicht allein aufgrund seiner Rassezugehörigkeit als Gefahr eingestuft werden, zum anderen zeigen Untersuchungen, dass sie sog. Kampfhunderassen in der Statistik der Unfälle mit Hunden keine oder nur eine sehr marginale Rolle spielen. Es wird vorgeschlagen und begründet, dass es nutzbringender wäre, bei zukünftigen Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen mit Hunden den Begriff des „Kampfhundes“ durch den „gefährlichen Hund“ ohne Rassezuordnung zu ersetzen und stärker als bisher den Hundehalter in die Beurteilung der Gefährdung einzubeziehen. (PDF-Dokument  >>)

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Hundeverordnungen der Länder hier: RESOLUTION des Arbeitskreises Diensthundwesen

Bleistiftzeichnung: Rottweiler

            © Birgit Lemke

…Als wesentliches Ergebnis legt der Arbeitskreis diese Resolution auf dem Dienstwege vor. (…) 1. Es ist fachlich nicht vertretbar, die Gefährlichkeit von Hunden mit ihrer Rassezugehörigkeit zu verbinden. Die Gefährlichkeit von Hunden muss vielmehr individuell und verhaltensorientiert definiert werden. Es gibt nachweißlich keine gesteigert gefährlichen Hunderassen, sondern unabhängig von Rassen gefährliche Hunde. Diese Aussage ergibt sich sowohl aus allen fachpraktischen Erfahrungen und Kenntnissen, aus bisherigen gezielten Überprüfungen bestimmter Rassen und allen bekannten wissenschaftlichen Aussagen. (PDF-Dokument >>)

 

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