Kurz nach dem Auszug begann der Ärger: Der ehemalige Vermieter von Susanne R. (45) forderte Schadensersatz. Der Grund: Ihr Golden Retriever Charly hatte im Laufe der Jahre einige Kratzer auf dem Parkett hinterlassen.

„Aber Sie hatten mir die Hundehaltung doch erlaubt“, wehrte sich die Hundehalterin und lehnte die Zahlung für Ausbesserungsarbeiten ab. Der Vermieter blieb jedoch bei seiner Forderung und zog vor das Amtsgericht Koblenz. Dort berief er sich auf eine Klausel im Mietvertrag, in der es hieß, dass der Mieter für alle Schäden aus einer Tierhaltung hafte.

Der Richter wies seine Klage ab. Da er der Tierhaltung zugestimmt habe, zählten die durch artgerechte Haltung entstandenen Kratzer zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache. Anders wäre es gewesen, wenn der Hund die Schäden durch Scharren oder Springen verursacht hätte. (AG Koblenz, Az.: 162 C 939/13)