Runder Tisch ohne konkretes Ergebnis – Stadtverwaltung will nun einen Vorschlag erarbeiten

Unter diesem Titel berichtet die Kreiszeitung-Wesermarsch am 19.02.2014 über das erste Gespräch des „Runden Tisches“ in Sachen Hundefreilaufgebiete in Nordenham. Einleitend wird der Leser darüber informiert, dass der „Runde Tisch“ zum Thema Freilaufflächen ohne konkrete Ergebnisse auseinander gegangen sei. Eine Einigung hätte nicht erzielt werden können. Die Stadtverwaltung wird nun einen Entwurf zum Thema Freilaufflächen erarbeiten und den Gremien des Stadtrates vorstellen, heißt es weiter.

Bleistiftzeichnung: Mischlinge Tim & Sheila

                 © Birgit Lemke

Der einleitenden Erörterung jedoch völlig widersprechend wird dann weiterhin ausgeführt, dass der Ordnungsamtsleiter, Herr Rudolf Müller, darauf hinweist:

a. das der Gewerbepark Nord an der Neptunstraße (Gewerbegebiet Blexen) eine ganzjährige reizvolle Auslauffläche für Hunde sei.

b. auch auf der städtischen Fläche an der Feldstraße (Hinter dem Wohncenter)die Hunde frei laufen dürfen.

c. das es beim Strandbadgelände bei den seit Jahren geltenden Leinenzwang bleiben würde.

Zu a.: Seitens der Hundefreunde wurde am „Runden Tisch“ erörtert,

      • dass ein Großteil des betreffenden Areals an der Neptunstraße mit dem von der Steelwind-Baustelle übrig gebliebenen Füllsand belegt ist; • dass dieses Areal mit Glasscherben und den Hinterlassenschaften der LKW-Fahrer etc. verschmutzt sei;
      • dass dort reger LKW-Verkehr herrscht und die Hunde sowohl auf die Industriestraße als auch auf die Straße am Deich laufen können;
      • dass die Anwohner sich permanent über enorme Geruchsbelästigung beschweren würden und somit ein Aufenthalt in dieser Örtlichkeit auch für Hundefreunde und deren Tiere nicht unbedingt als angenehm/erholsam bezeichnet werden könne.

Kurzum, dass sich dieses Areal in seinem derzeitigen Zustand nicht für den gefahrlosen Hundefreilauf eignen würde. Ferner haben die Hundefreunde in ihren seit dem Jahr 2000 betriebenen Bemühungen für adäquate Hundefreilaufgebiete stets darauf hingewiesen, dass sie als steuerzahlende Mitbürger auch an den attraktiven Orten/Flächen unserer Stadt teilhaben und nicht auf völlig öde Gebiete (womöglich Gewerbegebiete), an denen kein Mensch Interesse bekundet, ausquartiert werden möchten.

Zu b.: Sowohl seitens der Hundefreunde als auch seitens der Jägerschaft wurde erörtert, dass die Fläche zwischen Feldstraße und Wohncenter/E-Center nicht für den gefahrlosen Hundefreilauf nicht als geeignet erscheint.

 Das Areal befindet sich direkt neben dem Stadtwald und ist nur durch einen relativ schmalen, wenig Wasser führenden Graben von diesem getrennt.

 Das Areal ist die letzte für die Rehe verbliebene Äsungsmöglichkeit auf der Straßenseite des Stadtwaldes.

 Das Areal ist viel zu klein (1300 m2 gegenüber ca. 8500 m2 im derzeitigen Hundefreilaufgebiet). Spaziergänge sind nicht möglich; Hunde, die sich nicht verstehen, haben keine Ausweichmöglichkeit.

Zu c.: Am „Runden Tisch“ wurde von Herrn Seyfarth angeregt, man könne auch über Lockerungen des derzeitigen Leinenzwangs im Stadtgebiet nachdenken. Diesbezüglich wurde von einem Beteiligten das Strandbadgelände angesprochen, das aufgrund des Badeverbots ohnehin nicht mehr als Strandbad genutzt werde könne/darf. Ferner durften dort zu früheren Zeiten die Hunde außerhalb der Badesaison vom Unionpier bis zum Großensieler Hafen frei laufen, ohne dass sich hieran irgendjemand gestört hat. Auch der Weg entlang der Flutmauer wurde thematisiert. Das Thema „Lockerung des derzeitig bestehenden Leinenzwangs im Stadtgebiet“ wurde aus zeitlichen Gründen jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Insofern war es am 19.02.2014, einen Tag nach dem der „Runde Tisch“ zum ersten Mal tagte, überhaupt noch nicht möglich, hinsichtlich des Leinenzwangs am Strandgelände eine abschließende Entscheidung zu treffen. (Der betr. Artikel aus der KZW als PDF-Dokument >>)