Stress, Kummer und Sorgen — Tiere helfen, Schwierigkeiten im Alltag zu bewältigen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts „The ConsumerView“, Bremen.

Bleistiftzeichnung: Kuddel Brauni

© Birgit Lemke/in-sachen-hund.de

Demnach sind 88 Prozent der befragten Tierhalter überzeugt, dass ihre Heimtiere ihnen wirksam helfen, Probleme und Belastungen im Alltag besser zu bewältigen.

„Tiere sind ihren Haltern besonders bei emotionalen Nöten, wie Gefühlen von Traurigkeit, Enttäuschung und Einsamkeit, eine Stütze“, so Geschäftsführer Uwe Friedemann über die Untersuchungsergebnisse. „Dabei fällt auf, dass vor allem die jüngeren Tierhalter zwischen 18 und 39 Jahren von der helfenden Wirkung ihrer Tiere überzeugt sind“, so Friedemann weiter.

Bemerkenswert außerdem: Besonders Mitglieder kleiner Haushalte schreiben ihren Heimtieren entsprechende Wirkungen zu: 50 Prozent der befragten Singlehaushalte und sogar 56 Prozent der befragten Zweipersonenhaushalte gaben an, ihr Heimtier sei ihnen bei vielen Problemen und Belastungen eine Hilfe. Bei Haushalten, in denen mehr als drei Personen leben, sind es „nur“ noch 40 Prozent.

„Obwohl auch ein beachtlicher Teil der größeren Haushalte Tiere als Tröster oder Helfer empfindet, scheinen sich hier die Familien- oder WG-Mitglieder eher gegenseitig zu helfen. Entsprechend geringer schätzen sie möglicherweise die positive Wirkung der tierischen Hausgenossen ein“, so Friedemann.

Für die repräsentative Studie befragte er 780 Tierhalter aus allen Altersgruppen. Übrigens: In einem Punkt waren ich sowohl jüngere als auch ältere Befragte einig. An Tagen, an denen einfach nichts gelingt, empfinden 60 Prozent aller befragten Tierhalter ihre Lieblinge als Hilfe.

Quelle: Nordwest-Zeitung – Verlagsbeilage „Einfach tierisch“, 20.04.2007