US‑Studie: Hunde und Katzen beruhigen. Puls und Blutdruck bleibt bei Tierbesitzern unter Stress niedriger. Auch beruhigen sich „Frauchen“ und Herrchen schneller wieder.

Bleistiftzeichnung: Kuddel Brauni

            © Birgit Lemke/in-sachen-hund.de

dpa Buffalo. Die Gegenwart eines Hundes oder einer Katze ist für viele Menschen beruhigender als die des Ehepartners. Selbst enge Freunde haben in herausfordernden oder sogar unangenehmen Situationen nicht den gleichen besänftigenden Effekt, der von einem Haustier ausgehen kann, wiesen US‑Forscher in einer Studie nach. Sie erschien gestern in der Fachzeitschrift „Psychosomatic Medicine“.

Das Team um Karen Allen von der Staatlichen Universität New Yorks in Buffalo untersuchte die Reaktion von 240 Ehepaaren in verschiedenen Stress‑Situationen. Erst wurden den Teilnehmern knifflige Kopf-rechenaufgaben gestellt. Dann mussten sie eine Hand zwei Minuten lang in einen Eimer mit Eiswasser halten. Über einen Monitor wurde derweil gemessen, wie weit Puls und Blutdruck durch den Stress in die Höhe gingen. Als Variante stand den Teilnehmern der Ehemann oder die Ehefrau, ein guter Freund oder die beste Freundin, oder aber nach Wahl auch „Fiffi“ und „Mieze“ zur Seite.

Am Ende zeigte sich, dass Tierbesitzer mit einem niedrigeren Puls und Blutdruck in den Wettkampf einstiegen, am gelassensten auf den Stress reagierten und sich am schnellsten wieder erholten. Außerdem machten „Herrchen“ und „Frauchen“ die wenigsten Fehler beim Rechentest, während Männer und Frauen mit ihren Ehepartnern an der Seite die meisten Schnitzer bauten. Daraus schließen die Autoren, dass die Gegenwart von Partnern und Freunden noch zusätzlichen Stress auslösen kann.

Quelle: Nordwest-Zeitung, 25. September 2002