Bleistiftzeichnung: Brauni & Kuddel

                         © Birgit Lemke/in-sachen-hund.de

Hund und Katze werden von Jungen und Mädchen als natürliche Familienmitglieder akzeptiert. Immer mehr Kinderpsychologen und -ärzte, aber auch Lehrer und Eltern erkennen, wie wichtig für Kinder der Kontakt zu Tieren ist. Man hat beobachtet, daß Kinder, die mit Heimtieren aufwachsen, umsichtiger und weniger aggressiv mit ihren Altersgenossen umgehen als Kinder die keinen Kontakt zu Tieren haben.

Egal, ob sie mit einem Hund spielen und toben, eine Katze streicheln, Meerschweinchen oder Aquarienfische füttern oder mit dem Wellensittich Zwiesprache halten: Beim Umgang mit Heimtieren lernen Mädchen und Jungenspielerisch soziale Verantwortung und den Respekt vor anderen Lebewesen.

Tiere trösten über Kummer hinweg

Schon Kleinkinder nehmen Tiere wahr. Wächst ein Kind in einer Familie mit Heimtieren auf, wird es diese schon ganz früh als natürliche Familienmitglieder ansehen und akzeptieren. Kinder und Tiere haben eines gemeinsam: ihre Spontanität. Sie gehen unbefangen und ohne Vorurteile aufeinander zu und zeigen ihre Sympathie füreinander. Schon die Kleinsten finden bei einem Tier Geborgenheit und Sicherheit. Oftmals sehen sie Tiere als Partner an, die ihre Probleme besser verstehen als die Erwachsenen. Tiere können Kinder über ihre Ängste hinweghelfen und ihren Kummer hinwegtrösten. Meine ihre Anwesenheit gibt dem Kind Vertrauen und vermittelt den Eindruck, daß das Tier teilnahmsvoll zuhört.

Für die Kleinsten eignet sich am besten ein großer, gutmütiger und vor allem gut erzogener Hund. Ein Meerschweinchen oder eine Katze kann man Kindern schon im Vorschulalter anver-trauen. jungen und Mädchen im Grundschulalter – am besten ab sieben oder acht Jahren – können ein Zwergkaninchen oder ein Wellensittich-Pärchen betreuen. Aquarien sind in der Regel erst für zehn- bis zwölfjährige Kinder interessant und Goldhamster aufgrund ihrer Nachtaktivität ebenfalls erst für ältere Schulkinder und Jugendliche. (Artikel als PDF-Dokument >>)

Quelle: Kreiszeitung-Wesermarsch, Juli 2006