Falscher Hundehasser: „Denen ging es nicht um die Wahrheit“

Bleistifteichnung: Boxer

           © Birgit Lemke

Hamburg (AP) Mit der erfundenen Zeitschrift „Kot und Köter“ sowie einem selbstgezimmerten Image als Hundehasser hat der Hamburger Satiriker Wulf Beleites sechs Jahre lang die Talkshows auf vielen Fernsehsendern gefoppt. Ob „Arabella“, „Sonja“, das Sat 1 – Frühstücksfernsehen oder RTL-„Punkt 12“, der 50-jährige Hamburger war als vermeintlicher Chefredakteur der „Zeitschrift für den Deutschen Hundefeind“ gern gesehener Gast in den Studios.

Sein Auftreten mit korrekter Kleidung, Brille und angegrauten Haaren reichte den Talkshow-Veranstaltern offenbar als Beweis für die Ernsthaftigkeit. Tatsächlich hatte sich Beleites die Idee 1992 mit ein paar Freunden am Kneipentisch ausgedacht. Sein Fazit nach sechs Jahren als falscher Medienstar: „Diese Talkshows sind schlicht unseriös.

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„Damals in der Kneipe haben wir überlegt“, erinnert sich der gelernte Journalist, „welches Thema für Einladungen in Talkshows wohl besonders gut ziehen würde“. Heraus kam das Thema Hunde. In den Sendungen war Beleites immer der Bad Guy, der „Böse Mann“, der gegen die liebevollen Hundebesitzer gestellt wurde. Ohne Spezialwissen über Hunde brachte er die Tierfreunde schon mit Hinweisen auf die Palme, daß Hunde in anderen Kulturkreisen ja ganz anders behandelt würden…. (Artikel als PDF-Dokument >>)